Über F.W. Bernstein

Gerhard Henschel lobt:

Professor Weigle, genannt F.W. Bernstein

Es kracht. Dann gellen Schreie aus dem Off.
Man sieht drei Geisterbahnwaggons entgleisen
Und manches kleine Kind vor Schreck vergreisen:
Professor Weigle macht mal wieder "Zoff".

Jetzt gibt er auch im Auto-Scooter "Stoff",
Um sich als "Mann" wer weiß was zu "beweisen".
Erst kurz vorm Aufprall steigt er in die "Eisen"
und brüllt noch lauthals: "Bahn frei! Ich bin Prof!"

Um eins will er noch lange nicht nachhause.
Gestärkt mit Zuckerwatte, Glühwein, Brause,
Wacholderkümmel und kandiertem Bier
Reckt er voll Tatendurst sein Haupt, das grause,

Und geht nun erst so richtig auf die "Sause".
Uns Bürgern steht das alles bald bis "hier".


F.W. Bernstein dankt:

Nimm dies!

Eine Entgegnung
(und zwar auf die elisabethanische Art)

Soll ich dich einem Gugelhupf vergleichen?
Ein Wort noch – und ich tus! Doch halt: ich werd
den Hupf – nein doch den Gugel besser streichen;
der Hupf muß reichen. Basta! Lieber Gerd

Du übst dem Knaben gleich dich in Sonetten
füllst diese mit der losen Rede Pracht –
ja bist Du zierlich Schandmaul noch zu retten?
Du gugelloser Hupf, jetzt gib gut acht:

Ich werde noch die letzten Zeilen schinden.
Wie Du schon sagst, ich gebe keine Ruh!
Mach Dich auf was gefasst! Du weißt ja, in den
zwei letzten Versen schlägt mein Paarreim zu.

Vielleicht werd ich auch sehr effektvoll schweigen.
Und dir, Du Hupf, zum Schluß den Gugel zeigen.

© F.W. Bernstein, März 2002 – August 2017